Arbeitsmotto für 2010:      »Sizilianische Hochzeit«              Zurück: Schreibwerkstatt

 
     Grundidee dieser Themenwahl ist ein gemeinsames Handlungsziel, das von Personen unterschiedlichsten Charakters erreicht werden soll. Diese Personen vorab genau zu beschreiben, so dass ihr Charakter allen Aktiven in der Schreibwerkstatt klar und präsent ist, ergibt die Möglichkeit, dass jede/r eine oder mehrere Figuren "mitbenutzt", die er/sie nicht selbst erfunden hat.

     Der erste Schritt ist also Erzeugung eines "Personenpools", der allen offensteht. Erfahrungsgemäß beschleunigt dies die Einfälle zum Plot, so dass auch bald viele Ansätze für eine spannende Handlung und entsprechend dramatische Zwischenfälle vorliegen.

     Die dritte Hürde ist der Ansatz -- es sollen ja möglichst wenige Vorgaben gemacht werden, denn sonst kämen wohl nur schlechte Schulaufsätze heraus. Wie läßt man die Figuren an den Zielort gelangen? Vielleicht eher widersrebend oder zufällig, ohne dass sie wissen, wohin der Erzähler sie schickt? Ohne dass klar ist, welche Absicht sie treibt? Und warum gerade eine Hochzeit?

     Wenig steht fest, wie überall im Leben. Um ein kooperatives Schreiben zu verwirklichen, muss jede/r dem anderen Vorschläge machen können, wie es weitergeht. Oder was als nächste Pleite auf dem Weg zum Ziel in den Handlungsstrang paßt. Spannend ist also nicht nur, was der Zuhörer zuletzt bei unserer Lesung geboten bekommt, sondern auch unser Weg, wie wir mit den Figuren umgegangen sind, um sie in eine überzeugende Szenerie zu stellen.


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