Lektorenwerkstatt: Rückschau     Zurück zur Startseite

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Lektoren-Werkstatt 11: Kunst muß es sein!  Rückschau auf 20. -- 22. April 2007
     Das Seminar war im November 2006 ausgeschrieben worden; Kunst als Element von Lyrik und belletristischem Schreiben sollte analytisch und diskursiv, aber auch kreativ behandelt werden unter der Leitung der verschiedenen Teil-Referenten.
     Die Einleitung lieferte Michael Neuner mit dem Blick auf den Unterschied zwischen Schema- und Hochliteratur, zwischen zweidimensionaler und komplexer (vielschichtiger) Abbildung des Geschehens im Text. Erzählstrukturen, Lesarten und Erwartungshorizont waren behandelte Stichworte, ebenso Postmodernität, Kitsch und Sozialkitsch. Zur Diskussion gab es 34 Wortmeldungen. Ein Rollenspiel "Text vor Gericht" und eine geschmackliche Mehrheitsfindung über gelungene Formulierungen eines Teilnehmertextes brachten Abwechslung in die Runde.
      Den zweiten Teil bestritt Franz-Peter Osterkamp mit der Analyse des lyrischen Bauplans bei einem scheinbar "freien" Gedicht. Nur durch die grammatikalischen Eigenschaften der Wörter an ihrem jeweiligen Platz kommt schon eine überraschende Wendung zustande, auch wenn man (wie in der Kreativ-Übung) ganz andere Wörter entsprechend dem grammatikalischen Schema einsetzt. "Das Lyrische eines Textes" kommt durch den Bauplan bzw. die Struktur (Strophen/Verse/Zeilenstil) und sprachliche Mittel (Bilder, Metaphern, Symbole), aber auch durch akustische Mittel (Wortwiederholungen, Vokale ganz weglassen etc.) zustande. "Ein Gedicht ist dann gut, wenn es sprachlich gestaltet/strukturell komponiert ist, eine Aussage hat und von Leser/innen verstanden werden kann" (Osterkamp). Ein Beispiel für Verdichtung durch Verknappung (aus einem Teilnehmertext) wurde dargeboten. Eine Kleingruppen-Analyse von vier Teilnehmer-Gedichten gehörte als Abschluß zum lyrischen Teil.
     Im dritten Block referierte Paul Pfeffer über die "Fallhöhe" einer Pointe in einem "leicht" geschriebenen Text, wobei das Leichte oft eine raffinierte Konstruktion ist. Ein Textblatt mit 10 kurzen Gedichten, z.T. von Robert Gernhardt, diente zur Analyse des Künstlerischen beim Wortspiel oder Kalauer.
     Kunst ist hier das Investment an Geist, wenn etwas dahinter steckt, wenn ein Bauplan vorhanden ist. Vier Teilnehmertexte wurden ausführlich besprochen.
     Danach schloß sich eine Kreativ-Schreibrunde an zum Thema Kitsch und Kitsch-Parodie. Zwei Anfangszeilen waren vorgegeben, elf Anwesende brachten glaubwürdige Fortsetzungen zustande, deren Verlesung große Heiterkeit zur Folge hatte. Bewußt Kitsch zu schreiben, hilft dabei, zu erkennen, wie man nicht Kitsch schreibt. Es hilft, übungshalber im Stil von Brecht und Kafka zu schreiben, alle berühmten Maler haben in ihrer Lehrzeit große Meister kopiert, um sich den Pinselstrich anzueignen. Erst darüber hinaus wird man den eigenen Ton finden und nicht "schreiben wie..." --- Eine Satire von Gerhard Zwerenz über den Krieg zwischen Nachbarn im Mietshaus diente zur Veranschaulichung des gesellschaftlichen Mißstandes, der im Mittelpunkt steht und mit zynisch-sarkastischen Übertreibungen zerstört werden soll.
     Beim Referat "Logische Zusammenhänge" von Helga Reufels breitete sich ehrfurchtsvolle Stille im Auditorium aus. Es ging um die Architektur großer Textwerke, erläutert am Beispiel der Jonas-Wergeland-Trilogie von Jan Kjaerstad (Oslo 1999, 3x 600 Seiten, "Der Entdecker", "Der Eroberer", "Der Entführer"), die aus der Sicht von drei verschiedenen Erzählern denselben biographischen Ablauf erzählt. Die virtuose Beherrschung aller bisher bekannten Erzähltechniken ermöglicht es dem Autor, auch bei endlos langen Spannungsbögen und scheinbar unübersichtlichen Verschachtelungen den Leser so zu fesseln, daß er das Buch nicht aus der Hand legt. Hochkritische Verlagslektoren lasen sich darin fest und fanden keine Passagen mehr, die sie hätten straffen oder streichen mögen. Zwei Textausschnitte vermittelten den Stil, der aus dem Zusammenhang gerissen postromantisch und auf einige Teilnehmer fast kitschig wirkte. Im Vergleich zu nicht nachvollziehbaren Prämiierungen (Bachmann-Preis) war jedoch die künstlerische Leistung nicht zu übersehen. Eine angeregte Diskussion schloß sich an.
     Den Abschluß lieferte Michael Carl mit dem Referat über die praktische Kritik im Werkstattgespräch der schreibenden Kolleginnen und Kollegen. "Es hilft nur Kritik, die auch mal wehtut!" -- Kuschelrunden sind vertane Zeit. Wie soll Kritik sein? Erkennt man die Botschaft des Textes? Die Textbesprechung soll zum Weiterschreiben motivieren. Gute Kritik soll Ebenen aufzeigen und nicht über-interpretieren. Es wurden im Plenum noch 10 Teilnehmertexte besprochen.
Im Schlußwort wies Jörg Jahn noch einmal darauf hin, daß man bei der »Lektorenschulung für Laien« immer die Absicht hatte, die künstlerische Urteilsfähigkeit der Teilnehmenden zu steigern, daß dies aber oft trotz teurer Lehrkraft nicht verwirklicht worden sei -- ganz im Gegensatz zu diesem abgelaufenen Seminar. Für die Zukunft läßt sich keine Planung mehr aufstellen, weil der Zuspruch an verbindlichen Anmeldungen zu gering geworden ist. Paul Pfeffer schlug deshalb vor, der Seminarserie eine schöpferische Pause zu gönnen und die Kräfte auf die lokale Werkstatt zu bündeln, die viele personelle Verluste zu verkraften hat und nach wie vor in ihrer freundschaftlichen Einigkeit die notwendige Basis für bundesweite Seminarveranstaltungen darstellt.
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Lektoren-Werkstatt 10: Erotik im Erzähltext   Rückschau auf 31.März -- 2.April 2006
     Das Seminar war im November 2005 ausgeschrieben worden; Erotik als Element des erzählerischen Schreibens sollte analytisch und produktiv, aber auch kritisch behandelt werden unter der Leitung von Dr. Roland Koch (Köln).
     Zu Beginn befaßte man sich in Kleingruppen mit 10 Textproben aus der Weltliteratur, von denen fünf die Anfänge und fünf die Höhepunkte von Kurzgeschichten waren. Im Plenum wurden die Ergebnisse der Kleingruppen-Analyse noch einmal dikutiert und Einzelheiten erläutert.
      Ein Referat über das erzählerische Schreiben im Allgemeinen leitete den zweiten Teil ein. Anschließend stellten sich die Teilnehmer/innen mit selbst verfaßten Textausschnitten oder Lieblingsstellen aus gelesener Literatur vor.
     Im dritten Schritt verfaßten alle Teilnehmer/innen einen "ersten Satz", mit dem eine Kurzgeschichte beginnen könnte und diese Anfänge wurden gemischt und verteilt, so daß jede(r) einen fremden Anfang weiterzuschreiben hatte. Am Sonntag wurden die Ergebnisse verlesen und Michael Carl erhielt für seinen Beitrag die höchste Zustimmungsquote, so daß er die Teilnahmefreikarte für das nächste Seminar gewann.
     In der Schlußbesprechung zeigte sich eine hohe Zufriedenheit darüber, daß alle sehr harmonisch zusammengearbeitet hatten und die Teilnehmerzahl nicht größer war. Leider mußte aber gesagt werden, daß die Fortführung der Seminarserie stark davon abhängt, wie lange es dauert, bis die erforderlichen 20 Teilnahme-Anmeldungen vorliegen.
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Textarbeits-Werkstatt 4: Lyrik: höher, schneller, weiter?   Rückschau auf 11.-13. November 2005
     Das Seminar war im Juni 2005 ausgeschrieben worden; es stellte die Bewertung und Jurierung von Lyrik in den Mittelpunkt. Geleitet wurde es von Ralph Grüneberger (Leipzig).
     Zu Beginn befaßte man sich mit 10 Textproben aus thematischen Schreibaufrufen, von denen fünf "rausgeflogen" und fünf in die "engere Wahl" genommen worden waren. In Kleingruppen wurde vorbereitet, welche Stimme man abgeben sollte und an Hand welcher Kriterien. -- In weiterer Kleingruppenarbeit wurden exemplarisch ausgewählte Teilnehmer-Textproben untersucht, um Stärken oder Schwächen namhaft zu machen. Diese wurden vor dem Plenum referiert.
      Im dritten Schritt wurde mit Spontan-Stimmkarten verschiedener Farben (rot: "geht an mich", blau: "handwerklich gut" und gelb: "originell, es hat was") abgestimmt über die Personenvorstellungs-Poeme, die keiner vorherigen Bearbeitung unterzogen waren. -- In der Spontanschreibstunde wurde das Thema "Frühlingsgedicht" gestellt und am Sonntag vormittag ebenfalls wieder mit Stimmkärtchen eine Spontanbewertung ermittelt. Den ausgesetzten Preis (Freikarte für das nächste Seminar) gewann Gertraud Mohr mit einem Vortrag in Schwyzerdeutsch.
     Da die Teilnehmerzahl mit 16 sehr gering war, wurde es möglich, darüber hinaus noch einige Gedichte im Plenum zu besprechen, so daß alle Autoren drankamen. Bemerkenswert war, daß einige Widersprüche offen blieben: was eine Fraktion als formale Schwäche bezeichnete, wurde von einer anderen Fraktion als erfrischende Abweichung vom gewohnten Stil empfunden.
     In der Schlußbesprechung zeigte sich eine hohe Zufriedenheit darüber, daß alle sehr harmonisch zusammengearbeitet hatten und die Teilnehmerzahl so klein war. Leider mußte aber gesagt werden, daß unterhalb 20 Teilnehmern ein "externer" Referent nicht finanziert werden kann und wegen des knappen Meldebestandes der beiden letzten Seminare zunächst kein weiteres Herbstseminar geplant wird. Die Konzeptionsskizze für den März 2006 "Erotik im Erzähltext" lag vor und wurde verteilt. Als Anregung für März 2007 stand im Raum, eventuell ein produktives Seminar zur Erstellung eines Bildkalenders oder Jahrbuches zu planen.
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Lektorenwerkstatt IX: Verdichtung im Erzähltext   Rückschau auf 4.-6. März 2005
     Das Seminar war im Dezember 2004 ausgeschrieben worden; es stellte die Fortsetzung zur "Kunst des Anfangs" im Herbst 2004 dar. Die Leitung wurde wieder von Dr. Jörg Sader übernommen.
     Alle Teilnehmer/innen stellten sich gegenseitig vor mit dem Statement "Was bedeutet mir Literatur?" Einblick in Beispiele aus der Weltliteratur wurden gegeben, um zu zeigen, wie schon durch den Stil des erzählerischen Textes eine Verknappung oder ständige Ausschmückung vorgegeben ist.
     In Kleingruppen wurden exemplarisch ausgewählte Teilnehmer-Textproben untersucht, ob durch Straffung oder Ergänzung bessere "dichterische" Klarheit hergestellt werden kann. Auch eine Aktiv-Schreibstunde mit Versuchen, Textstellen besser zu formulieren, brachte Ergebnisse, die im Plenum besprochen wurden.
     Da die Teilnehmerzahl mit 20 eher gering war, wurde es möglich, darüber hinaus so viele Texte im Plenum zu lektorieren, daß alle einmal drankamen. Alle Teilnehmer/innen waren in ihren Texten bereits so stilsicher, daß das Thema des Seminars sich als spröde erwies. Die Änderungsvorschläge konnten nur in seltenen Fällen als Verbesserung bezeichnet werden. Jedoch nahmen alle Schreibenden viele Anregungen mit, um ihre Texte erzählerisch flüssig durchzugestalten.
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Textarbeitswerkstatt 3: Die Kunst des Anfangs  Rückschau auf 12.-14. Nov. 2004
     Dieses Seminar befaßte sich mit der Qualität belletristischer Textanfänge (zunächst in Beispielen aus der Weltliteratur) und dem Versuch, aus einem schnell gefundenen Plot einen appetitanregenden Einstieg zu verfassen, der zum Weiterlesen reizt. Einerseits wurden 8 von 40 eingesandten Anfängen verwendet, um 20 Zeilen weiterzuschreiben, andererseits wurde mit technischen Hilfsmitteln ermöglicht, einen neuen Einfall zum Plot auszuarbeiten und in einer langen Schreibstunde dafür den Anfang zu Papier zu bringen. -- Alle Textentwürfe wurden in zwei großen Plenumsrunden ausdiskutiert, was bei den 30 Teilnehmern an den Rand der zeitlichen Belastbarkeit führte.
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Lektorenwerkstatt VIII: Von der Idee zum Text  Rückschau auf 19.-21. März 2004
     Das Seminar war im Dezember 2003 ausgeschrieben worden; da die Anmeldungen auf zu niedriger Zahl stagnierten, mußte auf die ursprünglich angeworbene akademische Lehrkraft (Dr. Helga Esselborn, Köln) verzichtet werden. — Jörg Jahn, Gründer und seit 11 Jahren Leiter der Langener Schreibwerkstatt, sprang als Referent ein und bot eine modifizierte Konzeption bei geringerer Teilnahmegebühr an. Es blieben 12 Teilnehmer dabei, die meisten hatten schon bei früheren Seminaren der »Lektorenschulung für Laien« teilgenommen.
     Das Seminar bot Einblick in verschiedene Möglichkeiten, erzählerische Texte zu beginnen bzw. Ideen dafür zu bekommen. Die Personenvorstellung per Interview, der Sensorik-Komplex (Bildergalerie, Figurenstellen, Fühlbeutel, Riechtunnel, Ohrentaumel) und das Prinzip der Aufzählung wurden "erlebt" und ausprobiert, wobei man Einblick in den Schwierigkeitsgrad gewann und der eigene Nachholbedarf bewußt gemacht wurde. — Mit Formblättern wurde eine mögliche Handlung angerissen, es wurden Anfänge geschrieben, verlesen, bewertet und anschließend ein Einstieg in die Ideenfindung bei Poesie-Texten und Gedichten vermittelt. — Den dritten Teil bildete eine Spontanschreibrunde, deren Ergebnisse im Umlaufverfahren schriftlich kritisiert wurden, die Teilnehmer verfaßten eine zusammengefaßte Rezension aus der Summe der Kritiken. Auch rein akustisch basierte Textkritik wurde zum Abschluß praktiziert.
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Textarbeitswerkstatt 2: Bild, Symbol, Metapher  Rückschau auf 14.-16. November 2003
     Das Seminar wurde von Dr. Jörg Sader geleitet, der bereits die erste Textarbeitswerkstatt im Vorjahr durchgeführt hatte. Erstmalig war der Zuspruch so groß, daß zwei Angemeldete nicht mehr berücksichtigt werden konnten.
     Zwei Referate zur poetologischen Theorie behandelten die Begriffe Bild, Vergleich, Gleichnis, Parabel, Symbol, Emblem, Chiffre, Metapher und Synästhesie, Personifikation, Allegorie und Metonymie sowie literarischen Kitsch.
     Die Auswahl aus den eingesandten Textproben wurde wie immer in Kleingruppen bearbeitet, die ihre Erkenntnisse vor dem Plenum zur Diskussion stellten. Darüber hinaus fand noch eine Schreibübung vor Ort statt, bei der aus zwei Kurznachrichten und/oder einer Holzschnittgraphik bildlich erzählende Texte geformt werden sollten. Die Ergebnisse wurden zum Ausklang des Seminars verlesen, was außerordentliche Vielfalt der Teilnehmer-Ideen abbildete und zum Teil sehr heiter war.
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Lektorenwerkstatt VII: Form, Stil und Plot  Rückschau auf 7.-9. März 2003
     Das Seminar wurde von zwei Referenten geleitet, die beide über mehrjährige Berufserfahrung als Verlagslektoren verfügen. Günther Opitz (S. Fischer Verlag Frankfurt) befaßte sich mit den Einzelheiten über Form und Stil bei Prosatexten, Matthias Bischoff (Eichborn-Verlag Frankfurt) brachte das Thema »Plot« auf den Punkt. Erstmalig war die Nachfrage so groß, daß der Kreis auf 33 Teilnehmer erweitert wurde, um niemanden abzuweisen.
     Die Auswahl aus den eingesandten Textproben wurde wie immer in Kleingruppen bearbeitet, die ihre Erkenntnisse vor dem Plenum zur Diskussion stellten. Die Arbeitsmotivation der gesamten Teilnehmerschaft war bei beiden Themenkreisen sehr hoch, so daß zahlreiche Wortbeiträge aus unterschiedlichster Sichtweise zusammenkamen.
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Gesprächs-Werkstatt 1: Textarbeit zum Dialog  Rückschau auf 15.-17. Nov. 2002
     Das Seminar war im Juni 2002 ausgeschrieben worden und wurde von 22 Personen besucht, die zum Teil schon bei früheren Seminaren der »Lektorenschulung für Laien« teilgenommen hatten.
     Als Referent war Dr. Jörg Sader (Frankfurt) tätig. Von den 12 Texteinsendungen wurden sechs zur Kleingruppenarbeit ausgewählt, die besonders deutliche Inhalts- und Gestaltungsmerkmale zur Interpretation und Besprechung boten. Die Teilnehmer stellten sich mit Angaben über ihre "literarische" Biographie und die Erwartungen an das Seminar vor.
     Schwerpunkte waren einerseits die Kurzreferate mit Begriffsklärungen über die Bedeutung der wörtlichen Rede in der Belletristik, andererseits die intensive Besprechungsarbeit zur Schwachstellensuche und Interpretation an den vorbereiteten Teilnehmertexten. Am Sonntag wurde noch eine Fortgeschrittenen-Besprechungsrunde im Plenum abgehalten, bei der nicht vorbereitete Texte verlesen und nur auf Grundlage von Mitschreibnotizen kritisiert wurden.
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Lektorenwerkstatt VI: Lyrik im Kreuzfeuer!  Rückschau auf 15.-17. März 2002
     Vom Leichten zum Schweren wurde in die Beurteilung von lyrischen Texten in Form einer Lyrik-Werkstatt herangeführt: Gestaltungs-, Vortrags-, Bearbeitungs- und Erschließungstechniken unter der bewährten Leitung von Franz-Peter Osterkamp beschäftigten die 26 Teilnehmer am Freitag und Samstag. Der Sonntagvormittag war ausgefüllt mit Kleingruppenarbeit an vorher ausgewählten Teilnehmertexten, die Robert Gernhardt (Frankfurt) nachmittags als »Lyrikwart« zum Abschluß des Seminars auf seine Weise interpretierte und mit den Ergebnissen der Kleingruppen verglich.
    Die Teilnahmebescheinigungen sind allen Teilnehmern zusammen mit einem Bewertungsbogen zugesandt worden; die Zusammenfassung der akustischen Höhepunkte des Seminars (Vorlesen der Spontan-Ergebnisse im Plenum) ist fertig. Die CD kann für 4 EUR incl. Porto bei Jörg Jahn bestellt werden: Einfach eine e-mail an Jn-63225@t-online.de schicken.
Zusammenfassung                Standbilder          Bildseite 2
Lokalpresse: 20.3.02           Bildseite 1           Bildseite 3         Zurück nach oben
 

Vortragstechnik für Autoren
     Seit 1999 wurde im Herbst ein abgewandeltes Rhetorik-Seminar für Schreibende angeboten, die beim Lautlesen mit ihren Texten nicht "rüberkommen". Arbeit an der Sprechstimme, an der Körpersprache und am Kontakt mit dem Publikum stehen im Mittelpunkt der Bemühungen um lebendigeres Vorlesen. Als technisches Hilfsmittel kommt eine Video-Einrichtung zum Einsatz. Über die angemessene literarische Interpretation diskutiert die gesamte Teilnehmerschaft, denn das Urteil eines einzelnen Referenten wäre unter Umständen einseitig.
    Das letzte Seminar fand am 23.-25. November 2001 mit 10 Teilnehmern statt. Wegen der geringen Nachfrage pausiert die »Vortragstechnik« im Jahr 2002. Stattdessen bieten wir eine thematische Textarbeits- und Gesprächswerkstatt an.

Nachbetrachtung vom 23.-25. November 2001
Nachbetrachtung vom 24.-26. November 2000        Teilnehmerstimmen       Zurück nach oben
 

Lektorenwerkstatt V: Satire, Glosse, Sprachwitz -- Rückschau auf 16.-18. März 2001
     Was sind die Stilmittel der Satire? Wie beurteilt man sprachspielerische Lyrik? Welche Glosse wirkt zeitlos und warum? Jürgen Roth, Kolumnist und freier Autor aus Frankfurt, wich vom vorgegebenen Ablaufplan ab und stellte die Besprechung der Teilnehmertexte in den Mittelpunkt, wobei die schulmäßige Abarbeitung des Erklärungsstoffes relativ kurz kam (Stellungnahmen der Teilnehmer). Zum Ausklang des Seminars war Oliver Domzalski als professioneller Verlagslektor (Eichborn) zugegen und sprach über die verlegerischen Segmente "Geschenkbuch" und "Humor-Literatur" mit zahlreichen Beispielen.
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